Schweiz vor Energie-Herausforderung: Ausbau erneuerbarer Energien muss sich verdoppeln

Die Schweiz steht vor einer zentralen energiepolitischen Herausforderung: Um die Energie- und Klimaziele für 2035 zu erreichen, müsste der Ausbau erneuerbarer Energien mindestens doppelt so schnell erfolgen wie bisher. Darauf weist das Bundesamt für Energie in aktuellen Einschätzungen hin.

Trotz hoher Zubauraten bei Photovoltaik bleibt die Lücke groß – insbesondere im Winterhalbjahr. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Versorgungssicherheit, Netzstabilität und Systemresilienz. Der Fokus allein auf fluktuierende Stromerzeugung greift daher zu kurz.

Systemische Lösungen statt isolierter Zubau

Die Energiewende ist nicht nur eine Frage zusätzlicher Megawatt, sondern der richtigen Kombination von Technologien. Steuerbare, flexible erneuerbare Energien wie Bioenergie spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie ermöglichen:

  • eine verlässliche Energieversorgung auch bei geringer Sonneneinstrahlung
  • die Nutzung regional verfügbarer Reststoffe
  • eine Entlastung von Netzen durch dezentrale Erzeugung

In Kombination mit Photovoltaik, Speichern und Wärmenetzen entstehen robuste Energiesysteme, die sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich tragfähig sind.

Umsetzung wird zum entscheidenden Faktor

Während politische Ziele und Kapital grundsätzlich vorhanden sind, liegt die eigentliche Herausforderung in der konkreten Umsetzung vor Ort: genehmigungsfähige Projekte, integrierte Konzepte und Partnerschaften mit Kommunen und Industrie.

Für Varem Energie bestätigt diese Entwicklung den eingeschlagenen Weg, die Energie dort zu erzeugen, wo die Ressourcen anfallen.

Quelle: swissinfo

Publiziert:
29.1.2026 17:25
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